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    « Februar 2012 »

    Ihr Anreisedatum:

    Aktuell am 2/6/2012

    Morbus Bechterew

    In Zusammenarbeit mit europäischen Bechterew Vereinigungen und Kliniken ist das Gesundheitszentrum Bärenhof zu einem Zentrum für Morbus Bechterew geworden.

    Laufende Symposien und Tagungen tragen dazu bei, dass unsere Ärzte und Therapeuten laufend auf dem aktuellen Stand der Behandlungsmöglichkeiten für Morbus Bechterew sind.

    Die moderne Bechterew-Therapie

    bewegt sich auf drei Ebenen:

    • die medikamentöse Behandlung gegen rheumatische Entzündungen, Schmerzen und Muskelverkrampfungen
    • die passive physikalische Therapie zur Entzündungshemmung und Lockerung der verkrampften Muskulatur (Kälte- und Wärmeanwendungen, Bestrahlungen, Elektrotherapie, Massagen usw.)
    • die aktive Bewegungstherapie (Bechterew-Gymnastik) stellt die wichtigste Behandlungsmaßnahme beim Morbus Bechterew dar


    Die medikamentöse Behandlung

    Bei kaum einer anderen Krankheit ist die Mitarbeit des Patienten von solch großer Bedeutung. Die chronische Krankheit, die sich über Jahrzehnte hinziehen kann, benötigt eine sorgfältige ärztliche Betreuung und Überwachung. Den Patienten soll immer wieder bewusst werden, dass die medikamentöse Therapie nicht allein die Schmerzbekämpfung beabsichtigt, sondern sich auch gegen die Entzündung und die Muskelverspannung richtet, um die Voraussetzungen für eine aktive Bewegungstherapie und ein möglichst schmerzfreies Leben zu schaffen.

    Die passive physikalische Therapie

    Um den Entzündungszustand zu beeinflussen, werden nach dem Abklingen der Beschwerden durchblutungsfördernde und erwärmende Behandlungen ergriffen. So dient das Baden in unseren Radonthermalbädern mit einer Wassertemperatur von ca. 36 °C der Lockerung der Muskelverspannungen, der Förderung der Durchblutung und Bekämpfung der Schmerzen. Elektrotherapeutische Maßnahmen, von geschulten Masseuren durchgeführte lockernde Massagen auch unter Wasser, sind Bestandteile der modernenTherapie.

    Die aktive Bewegungstherapie

    Unter allen therapeutischen Maßnahmen spielt die aktive physikalische Behandlung, die Bewegungstherapie, die dominierende Rolle. Die Bewegungstherapie mit ihren Zielen, die Wirbelsäule zu mobilisieren, das Auftreten von Fehlhaltungen zu korrigieren, die Muskelkraft und die Beweglichkeit der Wirbelsäule und Gelenke zu erhalten, zu verstärken oder wiederzugewinnen, die Atmung zu verbessern und eine Funktionsanpassung im Alltag zu erreichen, stellt für die Bechterew-Patienten das entscheidende Behandlungsprinzip dar.

    Medizinisch ist es eindeutig belegt, dass Bewegungsmangel und Ruhigstellung innerhalb kürzester Zeit zu Muskelschwund und Beweglichkeitsverminderung führen. Spezielle Bechterew-Gymnastik wird den PatientInnen durch geschulte Physiotherapeuten beigebracht, damit sie diese auch zu Hause täglich richtig durchführen können. Die Kombination der modernen Bechterew-Therapie mit Einfahrten in den Gasteiner Heilstollen ist entscheidend für einen optimalen Therapieeffekt. 80% bis 90% der PatientInnen mit Morbus Bechterew berichten von einer Beschwerdenlinderung nach den Kurmaßnahmen. Meist tritt die Beschwerdenlinderung erst ein bis zwei Monate nach Rückkehr an den Wohnort ein.

    Das heißt, der Erfolg der Kur ist nicht immer schon am Ende der Kur festzustellen, sondern auch erst Wochen später. Allerdings hält er dann meist 6 bis 12 Monate an. Daraus erklärt sich auch die jährliche Wiederholung der Kurmaßnahmen insbesondere bei Patienten mit Morbus Bechterew.

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